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Muti-Mord, eine Armutstat?

Auf diversen deutschen Internet-Seiten wird Muti-Mord als Armutstat erklärt. Diese These ist falsch und entbindet die afrikanischen Völker ihrer Verantwortung! Muti hat nichts mit Armut zu tun, sondern mit dem afrikanischen Urglauben, der trotz Christianisierung allgemein verbreitet und anerkannt ist. So gehen kranke Menschen in Afrika zunächst nicht ins Hospital oder zum Allgemeinmediziner, sondern zum Sangoma. 1. weil ihm vertraut und geglaubt wird 2. weil die meisten Menschen schwarzer Herkunft abergläubisch sind 3. weil in ländlichen Regionen die Infrastruktur fehlt. Muti-Morde hat es in Südafrika und anderen afrikanischen Staaten wie z.B. Tansania, Mosambik immer gegeben. Zu Zeiten der Diktatur (Kolonialismus, Apartheit) wurden diese Verbrechen mit dem Tod bestraft, die Hemmschwelle erwischt und bestraft zu werden war größer. Dass Muti-Morde wieder passieren liegt daran: 1. die Pressefreiheit und das Internet helfen zur allgemeinen Verbreitung 2. durch die Freiheit der ...

Polizei findet Koerperteile eines vierjaehrigen Maedchens in den Waenden eines Friseur-Salons

Pretoria December 13 2006 at 06:52a Lange habe ich mit mir gerungen, über diesen Muti-Mord zu schreiben. Weil es so furchtbar ist, habe mich lange Zeit davor gescheut. Ich denke aber, jemand muss es tun und es wird im deutschsprachigen Raum niemanden außer mir geben, der es tut. Es muss die Möglichkeit bestehen, dass hier in Deutschland Menschen davon erfahren. Vorsicht, dieser Bericht ist nichts für empfindliche Gemüter und es ist nicht der einzige Fall! Der Handel mit Körperteilen von Kindern ist eine grausame Realitaet, und es muss aufhören. 2006 wurde der Fall im High Court von Pretoria verhandelt. Ein unter falschem Namen illegaler Einwanderer aus Mosambique hatte ein Muti-Verbrechen an einem vierjährigen Mädchen begangen. Im Jahr 2004 fand man den verstümmelten Körper des Mädchens in einem Bach in "Nellmapius" / Pretoria. Dem Mädchen fehlten die Augen, Lider, Brustwarzen, Schamlippen, Bauchnabel und Lippen. Skandalös war das Verhalten der Polizei, die zunächst...

Handel mit menschlichen Körperteilen - Sangoma und Muti

Der Handel mit menschlichen Körperteilen ist ein dunkles Kapitel Afrikas. Durch die Demokratie und  Redefreiheit in Südafrika kann hier nun auch aufgearbeitet werden. Ich erspare mir hier Übersetzungen, da mich Berichte über die Einzelheiten sehr aufwühlen. Meistens geht es um Jungen und Mädchen, denen lebend Körperteile wie Kopf, Augen, Lippen, Finger, Penis, Hoden, Schamlippen, Brustwarzen, Augenlider entfernt werden, ums sie an einen traditionellen Medizinmann (Sangoma) zu verkaufen. Das ist keine Erscheinung der Armut, vielmehr ein Jahrhunderte alter Irrglaube, menschliche Körperteile können Kräfte auf eine andere Person übertragen. Dabei gibt es eine geglaubte Hierarchie der Wirksamkeit: je jünger das Opfer, je weißer die Haut, umso größer die Wirkung. Ich kann mich noch gut an einen Fall im Osten Pretorias erinnern, als einem vierjährigen Mischlingmädchen Augenlider, Schamlippen und Brustwarzen abgeschnitten wurden, um diese Körperteile in das Mauerwerk eines Friseur-Sa...